Marcel

Schon vor dem Schulalter zog bei uns die Riesenschnauzerhündin "Fenja vom Möhlmannshof" ein. Ein Riese, wie er im Buche steht. Fenja war eine Hündin, die den Rassestandard komplett  erfüllte. Sie war ein toller Spielkamerad für uns Kinder (uns zwar alle Kinder), beschützte das Haus, war misstrauisch gegenüber Fremden, niemals gegenüber Bekannten und ging mit uns durch Dick und Dünn.
Damals schon wusste ich, dass ein Riese die für mich perfekte Rasse ist. Fenja hinterliess eine große Lücke, die nicht gefüllt wurde. Zum Einen, weil die Lücke zu groß, und zum Anderen weil nicht ausreichend Zeit vorhanden war.
Im Jahr 2008 konnte ich mir den lang ersehnten Wunsch erfüllen: Die Riesenschnauzerhündin Imba-Ivana vom Hedberg zog ein. Imba war mein Seelenhund, für mich nahezu perfekt. 

Kurze Zeit darauf zog die Schnauzerdame Issy vom Königsdamm ebenfalls ein. Die beiden (und Imbas Züchterin) sind letztendlich 'schuld', dass ich in den PSK eintrat und nach den ersten Ausstellungserfolgen die erste Zuchtstätte eintragen liess. Damals in einer Zuchtgemeinschaft.
Somit begannen die ersten Schritte als Züchter... die nach 6 Würfen (Schnauzer und Riesenschnauzer) für mich zunächst ein Ende haben sollten. Aufgrund persönlicher Lebensumstände löste sich die Zwingergemeinschaft kurze Zeit später auf und ich beendete meine Mitgliedschaft im PSK.
Mittlerweile traten Bernd und Carlotta in mein Leben und endlich zog wieder ein Hund in den Haushalt ein. Sir Henry vom guten Baum, ein treuer, lieber und vor allem witziger Kaninchendackel. Alles schien gut zu laufen, als wir eines Tages von einem schweren Schicksal eines bekannten Züchters erfuhren, der in früherer Zeit uns einen wunderbaren Hund (Issy) überlassen hat. Eine seiner Hündinnen suchte nun ein neues Zuhause und ermutigt durch die Familie nahm ich sofort den Kontakt auf.
Durch dieses Schicksal zog kurze Zeit Mae vom Kaiser Barbarossa (genannt Momo) bei uns ein und zog uns alle drei in ihren Bann.
Letztendlich wuchs in uns der Wunsch mit Momo eine Schnauzerzucht aufzubauen...
Seit 2019 bin ich außerdem Zuchtwart im PSK.

Bernd

Durch das Elternhaus waren seit eh und je Dackel fester Bestandteil der Familie. In einer Zeit als man Dackel noch im Katalog ausgesucht hat und diese aus dem "Dackeldorf" per Zug geliefert wurden, lernte Bernd früh, dass Hunde das Leben mehr als bereichern. Doch nicht nur Dackel gehörten der Familie an, sondern auch Deutsch Langhaar. Diese wurden jagdlich geführt und auch zur Zucht eingesetzt, so dass er recht früh die ersten Einblicke in die Zucht bekam.

Im ersten eigenen Haushalt sollte dann aber wieder ein Dackel einziehen und so kam "Fredi vom guten Baum", ein richtiger rauhaariger Zwergdackel in die Familie und schlich sich sofort in sein Herz.

Viel zu früh kam Fredi durch einen Unfall ums Leben und in einer Zeit als sich seine Lebensumstände ebenfalls änderten, konnte Bernd selbst keinen Hund halten, ernöglichte jedoch Carlotta den Verlust von Fredi ein wenig zu kompensieren und so konnte "Sir Henry vom guten Baum" einziehen.

An einen Schnauzer war eigentlich nie zu denken, eine Rasse die im Kopf so recht nie präsent war. Erst durch Marcels Wunsch, dass ein Schnauzer wieder ein Familiemitglied werden sollte, lernte er die Mittelschnauzer kennen.

Momo zeigte wie liebenswert, treu und aufmerksam Schnauzer sind, so dass Bernd sich ein Leben ohne Schnauzer nicht mehr vorstellen kann.

Carlotta

Wie bereits bei Bernd erwähnt hat auch Carlotta seit frühester Kindheit mit Dackeln und Deutsch Langhaar zu tun. Die Großeltern hielten Deutsch Langhaar und mit "Fredi vom guten Baum" wuchs sie mit dem Dackel auf.

Ein Unfall veränderte dann alles, das Haus war leer und für Carlotta war ganz klar, dass nur ein Dackel einziehen konnte.

Schon beim Besuch der Zuchtstätte in Nordhessen verlor Carlotta ihr Herz an einen Rüden aus dem S-Wurf. Der kleine, schwarz-rote Kerl sollte eigentlich Henry heissen, aber der Name beginnt nun nicht mit einem S. Voller Tatendrang studierte sie sämtliche Literatur, schlug Namen aus Harry Potter vor, um dann doch immer wieder bei Henry zu landen. So wurde aus dem jungen Rüden "Sir Henry vom guten Baum".

Der kleine Charmeur kann mit seinem Blick Herzen erweichen und so war Carlotta zunächst nicht begeistert, dass ein weiterer Hund einziehen sollte und eventuelle Henry Prinzenstellung gefährden könnte.

Doch heute geniesst sie die Kuschelrunden auf dem Sofa mit den beiden Hunden, geniesst die Sparziergänge und ist einfach froh, dass sich unsere Hunde so gut verstehen. Auch Carlotta hat erkannt, welche Unterschiede diese Rassen doch haben.

Er lebt für Deine Blicke, Deine Wünsche. Er teilt sogar Deinen Humor

- Enid Bagnold -


Hunde sehen uns, so wie wir sind, oder besser: so wie wir sein könnten.

- Judith Adler -

Ich denke, Hunde sind die erstaunlichsten Kreaturen: sie geben bedingungslose Liebe

- Gilda Radner -